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WIE ALLES BEGANN

Wo alles begann…

Ich bin als Kind in Frankreich so zu sagen zwischen Barriquefässern  aufgewachsen. Wir Kinder haben Mittags schon Wein und Wasser gemischt, auf der Veranda und im Garten von Château Toulon im Beaujolais zu uns genommen. Wir wurden damit quasi gefüttert. Ein bisschen wie die Aufnahme der berühmten Muttermilch hat es sich angefühlt. Nach Château Toulon brauch man nicht in den Weinführern der Welt suchen. Es gehörte der Familie Vaganay. Kein französischer Geldadel, sondern einfach nur 200 Erben, die sich verpflichtet haben einen Anteil Ihrer jährlichen Einkünfte in die Erhaltung des Weingutes zu stecken. Die Weine für den Privatkonsum waren sozusagen die Rendite.

Mein Vater war international tätig. In Frankreich haben wir regelmäßig Publikum aus der ganzen Welt zu Hause am Tisch gehabt. An großen langen Tafeln saßen dann auch wir Kinder mit unseren Eltern und den Gästen aus dem Orient, Südafrika, Russland, Israel, USA oder aus Japan. Wenn meine Mutter, die Rezepte der französischen Freundinnen ausprobierte und entsprechend mit dem Essen aus der Küche kam und mein Vater Weinflaschen seiner Winzerfreunde aufzog strahlten alle Gäste ausnahmslos, unabhängig von Ihrer Herkunft oder Ihres Glaubens. Meine Mutter macht übrigens nach wie vor den weltbesten gâteau au chocolat nach dem Original Rezept der Großmutter von Christine Vaganay.

Es gab nie bedeutungslose Weine bei uns.

Die Winzerfreunde meines Vaters waren alles Menschen, die sich für ihr Terroir schon damals interessierten und dieses in ihrer schönsten Form nämlich in Flaschen abgefüllt zum Ausdruck brachten. Von wegen es hätte das Thema Terroir damals noch nicht gegeben.

Im Sommer und im Herbst ging es in die Weinberge. Die Weinlesen im Beaujolais bei den Vaganays sind unvergessen. Die ganze Familie kam zusammen, um in der wichtigsten Phase des Jahres, bei der Lese zu helfen. Im Morgengrauen ging es in die Weinberge, um die kühlste Zeit des Tages für die Lese zu nutzen.  Mittags und Abends wurde gekocht, gegrillt und getrunken. Ich habe damals schon immer gern nach dem Mittagessen eine kleine „sieste“ abgehalten. Im Schatten der Bäume in der Hängematte war mein Lieblingsplatz und manchmal ganz unspektakulär auf dem alten beigen Samtsofa im salon.

Zeichen des Himmels

Erst viel später sollte ich auf einer Reise in den Süden Frankreichs mit meinem Vater, etwas erfahren was ich als ein Zeichen des Himmels, wie einen Ruf für meine Bestimmung gedeutet habe. Wir hatten uns eine Weile angeschwiegen als auf einmal ein technisches Thema den Raum in meinem Auto füllte: der Umgang mit Schwefel im Weinbau. Ich dachte, dass ich meinem Vater etwas hierüber erklären könnte. Doch bevor ich überhaupt erst loslegen konnte erzählte er mir folgendes:

„weisst Du, ich musste damals mit Deinem Opa im Weinkeller immer die Fässer schwefeln, um sie zu desinfizieren. Ich habe es gehasst…“ Ich unterbrach ihn verwundert: „eh, was für Fässer? Wessen Weinkeller?“ Da fing der Vater an: „Opa hatte damals Weinberge an der Nahe, die er aber kurz nach dem Krieg aufgeben musste“.

Ich konnte es nicht fassen

da eröffnet mir mein Vater nach einer Diplomarbeit über den Weinmarkt und mittlerweile drei Jahren Selbstständigkeit in der Weinbranche kurz vor einer französischen Mautstation, so ganz nebenbei auf einer Autofahrt, dass wir in der Familie Weinberge hatten. Dass wir schon vor über 60 Jahren im Weinbau tätig waren. Dass wir (und ich) im Grunde schon seit über drei Generationen diese uralte Tradition des Weinbaus pflegen. Hey, wir waren Chateau Besitzer!!! Dass ich der Spross einer Weindynastie hätte sein können…hätte mein Großvater weiter gemacht, den richtigen Boden gehabt und wäre das Thema Wein damals schon hip gewesen…hätte, hätte…

Auf einer meiner ersten Fahrt in die Weinberge mit meinem „Engel“ Astrid entstand der Name unseres heutigen Unternehmens. Es war im Jahre 1998 als wir gemeinsam aus dem Languedoc und den Cevennen kamen. Und ich glaube, dass zu diesem Zeitpunkt Charlie, unsere Tochter, auch schon unterwegs war. Sie stellte mir ganz einfache Fragen zu dem was ich vor habe und mit den Weinen ausdrücken möchte, zu meiner Einstellung (die sie damals eigentlich auch schon kannte), zu dem was ich meinen Kunden vermitteln möchte…als ich ihr sagte, dass es hauptsächlich, um Freude geht und gehen soll wenn unsere Flaschen auf den Weg zu unseren Freunden und Kunden sind…fiel die entscheidende Frage: Wie heisst das auf französisch? Unser Handelshaus sollte Avec Plaisir heissen!

WAS UNS BEWEGT

Güte oder Qualität?

Es gibt viele Möglichkeiten sich zu spezialisieren, sich abzuheben und zu profilieren. Ich möchte jedenfalls weg von dem klassischen „ich mache nur Bioweine“ oder „ausschliesslich Weine mit einer Zertifizierung XY“. Wir suchen unsere Partner, unsere eigenen Kreationen oder unseren Weinberg nach einem gemeinsamen Kriterium aus: die absolute Güte! Was ist Güte oder Qualität? Es ist vor allem ein ganz persönliches Empfinden. Ein Geschmacksempfinden, das weit über das eigentliche Sehen, Riechen und Schmecken hinaus geht. Ich versuche die Weine als Ganzes zu erfassen, mit all meinen Sinnen bis hin zu meiner Gefühlsebene. Was spüre ich, wenn der Wein durch meinen Körper unterwegs ist? Was bleibt übrig, wenn der Wein meinen Mundraum verlassen hat? Welches Touché, Empfinden verspüre ich? Wie geht es mir am nächsten Tag? Die Antworten auf diese Fragen  interessieren mich.

Diese Weine können von einem zertifizierten bio dynamisch arbeitenden Winzer kommen oder auch von einem nicht zertifizierten Weinbauern, der sich um Labels nicht schert. Ganz bewusst möchte ich auch nicht die Winzer und Kollegen verteufeln, die hin und wieder mit Konventionellen Methoden gegen die Launen der Natur angehen, um ihre Ernte zu retten. Um letztendlich, in komplizierten Jahren, ihre Existenz zu sichern. Ich bin ein großer Unterstützer von Winzern, die im Einklang mit Mutter Natur arbeiten und ihren Weinberg prophylaktisch behandeln, sodass er im besten Fall gar nicht erst erkrankt. Spontan vergorene Weine mit wenig oder gar keinem Schwefelzusatz faszinieren mich. Und doch würde ich niemals einen Winzer verurteilen, der für den drohenden Katastrophenfall sich das Hintertürchen der konventionellen Behandlungsmethoden offen lässt.

Respekt vor Mutter Natur und der Respekt vor dem Winzer

Ich habe kürzlich einen Rotwein aus Saint Julien aus dem Jahr 1999 getrunken. Ein Bordeaux für den Preis eines deutschen GG, der voller Frische und Eleganz da stand und mich wirklich gefesselt hat. Es hat Spaß gemacht ihn zu trinken und mit ihm den Abend zu verbringen. Nun, dieser Wein wird konventionell erzeugt und hat dabei voll überzeugt.

Es ist auch so, dass in einigen Anbaugebieten sich deutlich leichter mit bio dynamischen Methoden arbeiten lässt als in anderen. Die Natur setzt auch einem engagierten Naturwinzer manchmal Grenzen. Es ist halt ein riesen großer Unterschied, ob ich einen Weinberg im Steilhang an der Mosel zu bewirtschaften habe oder eine weite ebene Fläche im südlichen Rhônetal.

Vor diesem Hintergund beruht meine Philosophie vor allem auf zweierlei: der Respekt vor Mutter Natur und der Respekt vor dem Winzer. Zwei Einflußfaktoren, die (zum Glück) aus der Weinwelt kaum weg zu denken sind.

Avec Plaisir steht für eine Vermarktung von Wein in ihrer reinsten und pursten Form, nach alter kaufmännischer Tradition.

Ehrlich, anspruchsvoll und nachhaltig.

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