ÜBER UNS 2017-03-29T14:53:53+00:00

ÜBER UNS

Avec Plaisir ist Anbieter von „tailor made“ Lebensmitteln im Einklang mit Mutter Natur. Nichts von der Stange. Zugeschnitten auf das Stückchen Land, das dem Landwirt (Weinbauern) gehört. Nicht zugeschnitten auf einen Markt oder einen Geschmack. Wir sprechen sowohl den Endverbraucher als auch den Gastronomen und Firmenkunden mit unserem Konzept an. Wir laden Euch ein, in eine einzigartige Einkaufswelt, die alle Sinne anspricht und Euch stets wirklich berühren soll. Unser Motto lautet: „werde zum Entdecker Deiner eigenen Weinwelt“. Ihr könnt genießen, lernen, kaufen oder einfach nur Zeit in unserem Abenteuerpark des Genusses verbringen. Das einzigartige Ambiente und die spielerischen Einlagen rund um die Produkte machen jeden Besuch auch zu einem Spiel mit den eigenen Sinnen. Jeder Winkel wird genutzt, um die Einzigartigkeit zu dokumentieren: von den Winzerportraits, über unseren Aromenparcour bis hin zu den Toiletten in denen sich das Thema Wein in diesem Fall im Einklang mit Humor wiederfinden wird.

Unsere Partner und deren Produkte müssen unsere strengen Kriterien stets erfüllen. In unserem Haus finden sich nur Waren wieder, von denen wir nicht nur selbst überzeugt sind, sondern, die vor allem mit Respekt vor dem Leben hergestellt wurden.

Wir bieten neben dem Verkauf von unseren Weinen, Zubehör und unserer eigenen Möbelserie im Showroom: Schulungen, Veranstaltungen und Reisen.    

DIE AVEC PLAISIR STORY

 

Wo alles begann…

Ich bin als Kind in Frankreich sozusagen „zwischen Barriquefässern aufgewachsen“. Wir Kinder haben Mittags schon Wein und Wasser gemischt und auf der Veranda und im Garten von Château Toulon im Beaujolais zu uns genommen. Wir wurden damit quasi gefüttert. Ein bisschen wie die Aufnahme der berühmten Muttermilch hat es sich angefühlt. Nach Château Toulon braucht man nicht in den Weinführern der Welt suchen. Es gehörte der Familie Vaganay. Kein französischer Geldadel, sondern einfach nur 200 Erben, die sich verpflichtet haben, einen Anteil ihrer jährlichen Einkünfte in die Erhaltung des Weingutes zu stecken. Die Weine für den Privatkonsum waren sozusagen die Rendite.

Mein Vater war international tätig. In Frankreich haben wir regelmäßig Publikum aus der ganzen Welt zu Hause am Tisch gehabt. An großen, langen Tafeln saßen dann auch wir Kinder mit unseren Eltern und den Gästen aus dem Orient, Südafrika, Russland, Israel, USA oder aus Japan. Wenn meine Mutter die Rezepte der französischen Freundinnen ausprobierte und entsprechend mit dem Essen aus der Küche kam und mein Vater Weinflaschen seiner Winzerfreunde aufzog, strahlten alle Gäste ausnahmslos, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihres Glaubens. Meine Mutter macht übrigens nach wie vor den weltbesten gâteau au chocolat nach dem Original-Rezept der Großmutter von Christine Vaganay.

Es gab nie bedeutungslose Weine bei uns. Die Winzerfreunde meines Vaters waren alles Menschen, die sich für ihr Terroir schon damals interessierten und dieses in ihrer schönsten Form, nämlich in Flaschen abgefüllt, zum Ausdruck brachten. Von wegen es hätte das Thema Terroir damals noch nicht gegeben.

Im Sommer und im Herbst ging es in die Weinberge. Die Weinlesen im Beaujolais bei den Vaganays bleiben unvergessen. Die ganze Familie kam zusammen, um in der wichtigsten Phase des Jahres bei der Lese zu helfen. Im Morgengrauen ging es in die Weinberge, um die kühlste Zeit des Tages für die Lese zu nutzen.  Mittags und Abends wurde gekocht, gegrillt und getrunken. Ich habe damals schon immer gern nach dem Mittagessen eine kleine „sieste“ abgehalten. Im Schatten der Bäume in der Hängematte war mein Lieblingsplatz und manchmal, ganz unspektakulär, auf dem alten beigen Samtsofa im Salon.

Erst viel später sollte ich auf einer Reise in den Süden Frankreichs mit meinem Vater etwas erfahren, was ich als ein Zeichen des Himmels, wie einen Ruf für meine Bestimmung gedeutet habe. Wir hatten uns eine Weile angeschwiegen, als auf einmal ein technisches Thema den Raum in meinem Auto füllte: der Umgang mit Schwefel im Weinbau. Ich dachte, dass ich meinem Vater etwas hierüber erklären könnte. Doch bevor ich überhaupt erst loslegen konnte, erzählte er mir folgendes:

„Weißt Du, ich musste damals mit Deinem Opa im Weinkeller immer die Fässer schwefeln, um sie zu desinfizieren. Ich habe es gehasst…“ Ich unterbrach ihn verwundert: „eh, was für Fässer? Wessen Weinkeller?“ Da fing der Vater an: „Opa hatte damals Weinberge an der Nahe, die er aber kurz nach dem Krieg aufgeben musste“.

Ich konnte es nicht fassen: da eröffnet mir mein Vater nach einer Diplomarbeit über den Weinmarkt und mittlerweile drei Jahren Selbstständigkeit in der Weinbranche kurz vor einer französischen Mautstation, so ganz nebenbei auf einer Autofahrt, dass wir in der Familie Weinberge hatten. Dass wir schon vor über 60 Jahren im Weinbau tätig waren. Dass wir (und ich) im Grunde schon seit über drei Generationen diese uralte Tradition des Weinbaus pflegen. Hey, wir waren Chateau Besitzer!!! Dass ich der Spross einer Weindynastie hätte sein können…hätte mein Großvater weitergemacht, den richtigen Boden gehabt und wäre das Thema Wein damals schon hip gewesen…hätte, hätte…

Auf einer meiner ersten Fahrten in die Weinberge mit meinem „Engel“ Astrid entstand der Name unseres heutigen Unternehmens. Es war im Jahre 1998, als wir gemeinsam aus dem Languedoc und den Cevennen kamen. Und ich glaube, dass zu diesem Zeitpunkt Charlie, unsere Tochter, auch schon unterwegs war. Sie stellte mir ganz einfache Fragen zu dem, was ich vor habe und mit den Weinen ausdrücken möchte, zu meiner Einstellung (die sie damals eigentlich auch schon kannte), zu dem was ich meinen Kunden vermitteln möchte… Als ich ihr sagte, dass es hauptsächlich um Freude geht und gehen soll, wenn unsere Flaschen auf den Weg zu unseren Freunden und Kunden sind, fiel die entscheidende Frage: Wie heißt das auf französisch? Unser Handelshaus sollte Avec Plaisir heißen!

Avec Plaisir - Vins et Champagnes

Und hierauf einen Dujardin…

Als ich Anfang des Jahres 2016 durch das alte, charmante Industriegebiet von Krefeld Uerdingen fuhr und mich von Firma zu Firma durchfragte, ob nicht jemand einen Raum für einen Weinhändler zu vermieten hätte, stand ich plötzlich auf dem Gelände der alten Dujardin Weinbrennerei. Es traf mich wie ein Blitzschlag, ein „coup de foudre“. Ich wusste sofort, dass es das sein würde. Das sind die Momente im Leben, an denen alles zusammen kommt und passt. Der Name Dujardin. Der Vorname meines Vermieters „Mathias“ war auch der meines Großvaters. Die neue Avec Plaisir Adresse: „Dujardin“ Str. 7. Eine ehemalige Weinbrennerei. Mein „Ladenlokal“ in der ehemaligen „Abfüllhalle“! Die alte kaufmännische Handelstradition  der Familie Melcher, französische Weine nach Deutschland zu importieren. Das konnte kein Zufall sein. Es war ein weiteres Zeichen des Himmels. Ein weiterer Ruf für meine Bestimmung. Unser Handelshaus sollte ab jetzt in Uerdingen zuhause sein.

Herzliche Grüße

Axel Gesser

Axel Gesser